Den Sommer finden sie langweilig. „Da trainieren wir nicht so häufig, das ist doch eher was für Weicheier“, sagt Ralf Renner. Ihm gefällt der Winter. So wie letztes Jahr am zweiten Weihnachtstag: Es war Neuschnee gefallen, minus elf Grad Celsius in der Schwäbischen Alb und seine Truppe, Getting Tough aus Nürtingen, ist den ersten Berg in hohem Tempo rauf und wieder runter und immer querfeldein.

Dann den zweiten Berg hoch, die Teck, mitten durch den Wald, oben an der Burg jeder 200 Liegestütze, dann wieder runter und rein in den Bach, Oberkörper frei ins minus fünf Grad kalte Wasser. Wäre das nicht gesünder mit Neopren? „Sind wir Mädchen?“ fragt Ralf. Aber dann lacht er, „doch, Neoprenhandschuhe haben die Meisten von uns an, aber das reicht.“ 

 

Das offizielle Jim Beam Wolfsrudel – Ralf, Paul, Ersan, Selim und Felix – ist ordentlich abgehärtet. Wenn sie aber im Sommer nicht so gerne trainieren, dann heißt das ja, das Rudel geht beim Jim Beam Wolfsman Run & Rock unfit an den Start. Oder? Überhaupt nicht. Fünf bis sechs mal trainieren die Jungs pro Woche auch ohne extreme Crossläufe: Vor allem Kickboxen steht auf dem Trainingsplan. Das ist der Sport, den sie schon immer machen.

Vor zwei Jahren begannen einige von ihnen mit Crossläufen, dann kamen immer mehr Leute dazu. Wenn sie jetzt ins Gelände gehen, sind sie oft bis zu 40 Sportler, die sich gemeinsam quälen und danach gemeinsam feiern. Am Liebsten mit Barbecue und Bourbon. „Wir können feiern“, sagt Ralf. Die Idee, Jim Beam nicht bloß nach getaner Arbeit auf der Theke stehen zu haben, sondern während der harten Arbeit auf der Brust, die hat sie heiß gemacht. Deshalb gehen nur die Besten von ihnen als Jim Beam Wolfsrudel an den Start.

Am Sonntag hatten sie Abschlusstraining. 20 Kilometer querfeldein, mit besonderem Augenmerk auf die Hindernisse. Wegen denen haben sie Respekt vor der Strecke beim Wolfsman Run. „Ich habe mir das mal ausgerechnet, im Schnitt muss es alle 200 Meter ein Hindernis geben“, sagt Ralf. Das sei Gift für Ausdauerläufer, Viele würden das unterschätzen.

„Trotzdem immer wieder ins hohe Tempo und in einen guten Rhythmus zu kommen, das ist beim Wolfsman die Herausforderung.“ Und die nehmen sie an. Ralf, Paul, Ersan, Selim und Felix fahren nach Zirndorf, um zu gewinnen.

 

„Ich sage, wir holen den Sieg“, sagt Ralf, „und auf jeden Fall kommt der Favorit auf den Einzelsieg auch aus unserem Rudel.“ Nur sagt er nicht, welcher von ihnen der Alpha-Wolf ist.

Die Fünf vom Jim Beam Wolfsrudel lassen keinen Zweifel daran, dass sie nicht nur für sich selbst auf die Jagd gehen: „Wir wollen auf jeden Fall die Siegerparty nach Nürtingen holen“, sagt Ralf. Das ist der Hauptpreis, den Jim Beam für den Gewinn des Laufes ausgelobt hat. Die anderen Wölfe gehen heulen.