Wenn sich diese neue Sportart über den großen Teich nach Deutschland wagt, benötigt man natürlich immer „Pioniere“, die sich der Verbreitung und somit auch Begeisterung weiterer Aktive zum Zusammenschluss einer funktionierenden Gruppe widmen.

Karl Kroher war damals der ersten Mountainboard- Hersteller Deutschlands. Durch ihn als Ansprech- partner haben sich in den letzten Jahren zwei wirkliche Pioniere gefunden: Winni Turner und Klaus Fehrmann, die immer mehr aktive Fahrer um sich sammeln konnten. So haben sie und die Fahrer das Mountainboarden in Deutschland immer bekannter gemacht.

Einer der wichtigsten Schritte war die Gründung der ATBA Germany (All-Terrain-Board-Association). Dieser Verein dient als zentrale Anlaufstelle für alle aktiven Boarder, interessierten Anfänger und gleichzeitig für Medien, Hersteller und Sponsoren. Durch die Einrichtung von Mountainboardschulen können Anfänger von erfahrenen Boardern sicher an den Sport herangeführt werden. Erfahrene Boarder können sich untereinander austauschen und, durch die enge Zusammenarbeit mit den Medien, das Mountainboarden in Deutschland populär machen. Der Anteil an Personen, die etwas von Mountainboarden gehört haben, ist recht hoch, nur um was es genau geht, weiß letztendlich kaum jemand. Hersteller können in Zusammenarbeit mit Boardern ihr neues Material testen und anbieten, wobei Sponsoren und andere Werbepartner den Verein bei der Durchführung von Events finanziell unterstützen.

Durch diese (ehrenamtliche) Einrichtung ist es möglich, Boarder aus ganz Deutschland über ein Forum als Kommunikationsplattform (ca. 440 angemeldete Benutzer) nicht nur zu bündeln, sondern vielmehr eine aktive Szene aus über 50 Boardern bei öffentlichen Events und Wettkämpfen zu versammeln.

Eine zentrale Anlaufstelle erlaubt gleichzeitig einen unkomplizierten Kontakt zu den Boardern unserer Nachbarländer, sodass mittlerweile sehr gute Kontakte zu Boardern aus England, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Spanien, Portugal, Österreich, Tschechien und Polen bestehen. Die Kommunikation untereinander ermöglichte die Festlegung von einheitlichen Regeln für die Durchführung von Wettkämpfen in den drei Disziplinen Downhill, BoarderX und Freestyle. Dazu erfährt man sofort von Veranstaltungen in anderen Ländern und kann sich dort mit Fahrern aus der gesamten Welt messen.

Mit Blick aufs Jahr 2010 möchte man die mediale Verbreitung des Mountainboardens weiter verbessern und nutzen, um so mehr aktive Boarder in die Szene zu bringen. Im Jahr 2009 wurde zudem der erste offizielle Mountainboardpark in Winterberg eröffnet, welcher nicht nur durch internationale Boarder als

und perfekte Trainingslocation bezeichnet wurde, sondern bei den Liftbetreibern als Publikumsmagnet für die Sommermonate gilt. Mit der Konzentration auf drei Spots in Winterberg, Willingen und Halver im Sauerland sollen zudem viele aktive Boarder, die von der Community noch nichts gehört haben und noch keinen ausgeprägten Kontakt zu Gleichgesinnten haben, angesprochen und „mit ins Boot“ geholt werden.

Aktuell trifft man sich bei guter Wetterlage entweder in den großen Skigebieten in Österreich oder in den Gebieten um Winterberg und Willingen, um auf „weichem“ Untergrund neue Tricks zu üben.
Die Szene in Deutschland ist bei Downhill und BoarderX bereits gut aufgestellt, jedoch ist vor allem im Freestyle, z. B. im Vergleich zu den englischen Boardern, noch viel Luft nach oben. Sobald der Winter nachlässt, werden die Mountainboarder wieder aktiv – aber bis dahin ist noch ein bisschen Zeit.

Ein guter Treffpunkt ist der Snowboardfunpark an der Postwiese in Winterberg, wo in den Wintermonaten nahezu perfekte Bedingungen für Snowboarder herrschen, und wo man sich auch mal zufällig über den Weg läuft und gemeinsam „shreddern“ kann.

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