
Ich habe mein Motorrad, eine Honda CBR 600F, gebraucht gekauft und gerade bei gebrauchten Sachen – speziell bei Technik – gehe ich doch mit einer gewissen Skepsis voran, da man ja auch hin und wieder gut verkleideten Pfusch entdeckt. Somit hatte ich von Anfang an das Bedürfnis zumindest die Verkleidung des Motorrades zu entfernen.
Honda stattet seine Motorräder mit einer „bernsteinfarbenen“ Beleuchtung aus, die ich nicht sonderlich attraktiv finde. Dadurch bot sich der Tachoumbau an.

Online lassen sich recht viele Demontageanleitungen finden, so auch für meine CBR 600F. Da die Verkleidung bei mir nur aus zwei Seitenschalen und der Nase besteht, ging das auch ziemlich schnell. Dabei konnte ich, bis auf einen verkratzten Lichtmaschinendeckel, auch keine weitere Beschädigung des Motorrades erkennen.

Der Tacho an sich ist lediglich mit zwei Schrauben am Rahmen befestigt und bekommt seine Informationen über einen Kabelstrang mit Schnappverbinder. So gestaltete sich die Entnahme des Tachos ebenso recht einfach.
Schwieriger war das Öffnen des Tachogehäuses. Dieses war hinten zwar verschraubt, hatte aber vorne eine schon fast überdimensionierte Inbusschraube. Diese stellte sich aber als Attrappe heraus.

Um an alle SMD-LEDs zu gelangen, musste ich dann sowohl den Drehzahlmesser samt Motor als auch das Display auslöten. Beim Drehzahlmesser ist es wichtig, vorher mit einem Edding die Position zu markieren.
Grundsätzlich ist es schöner, bei diesen Arbeiten noch eine helfende Hand zur Seite zu haben. Gerade die kleinen Elektronikbauteile lassen sich so besser handhaben. Mir hat dabei der Heimwerkerking geholfen.
Nachdem die Platine dann freigelegt war, konnte ich die vorhandenen SMD-LEDs durch die blauen ersetzen (12x SMD-LED 3528 BL).
Am Ende erhält man einen angenehmen „technischen“ Blauton.



