Der Freerunning-Workshop von „Just Freerun“, den ich zu Beginn abhielt, wurde kaum wahrgenommen. Grund dafür waren die innovativen Funfahrzeuge, die nach und nach ankamen und die probierfreudigen Dortmunder in den Bann zogen. Das Segway faszinierte mich persönlich am meisten, und für alle, die den Film „Der Kaufhaus Cop“ nicht kennen, erkläre ich kurz, was das eigentlich ist. Man stellt sich auf eine kleine, zweirädrige Plattform und hält über eine Verlängerung einen Lenker auf Bauchhöhe in den Händen.

Nun wunderte ich mich, warum dieses „Mondbike“ nicht nach vorn oder hinten umfiel. Eine hochkomplizierte Technologie steckt dahinter, durch die der Schwerpunkt, egal wie man auf dem Gefährt steht, automatisch so ideal eingestellt wird, dass man einfach nicht umkippen kann. Durch leichte Lehnbewegungen in alle Richtungen ließ sich das Segway einwandfrei steuern. Danach bin ich von dieser eher schweren Elektromaschine auf etwas Leichteres umgestiegen, nämlich ein Trikke.

Dies ist ein dreirädriges Funsportgerät, auf dessen Hinterrädern man die Füße platziert und das durch seitliches Schwingen des Körpers losfährt. In diesem Fall unkomplizierter war schließlich das Gaus Wheel: Ich klemmte mir dieses Riesenrad zwischen die Beine und stieg auf die Fußplatten an den Seiten. Die Art der Fortbewegung gleicht der auf einem Skateboard, nicht gerade mein Favorit. Ein Glück, dass der Veranstalter beonX mit den elektrischen Skateboards für die Highlights der Veranstaltung sorgte. Sehr interessant erschien mir die „Uphill Challenge“, ein kleiner Wettbewerb, bei dem man so weit wie möglich auf dem E-Board einen Berg hochrasen musste, ohne dabei abzusteigen.

Eine sehr gute Idee, die aus der Motocross-Szene übernommen worden und für die neuen E-Board-Fans umgesetzt worden ist. Kurz bevor nun endlich das eigentliche Hauptevent stattfand, traten „Just Freerun“ und andere Streetdancer mit wirklich coolen Shows auf, die dafür sorgten, dass sich das Publikum in der Halle ansammelte. Die heißersehnte deutsche E-Boarding-Meisterschaft stand als Nächstes auf dem Plan und ich musste mich schnell vom Auftritt erholen, um fit für den Wettkampf zu sein. Glücklicherweise hatte ich genug Zeit, den ersten Fahrern zuzugucken und mir Eindrücke davon zu verschaffen, was die Sportler aus den Bereichen Breakdance, Parkour, Longboard, Skateboard und anderen Funsportarten auf dem Elektrobrett zu bieten hatten.

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